Meine Herzenspferdreise

Als ich im Kindesalter ganz klassisch mit dem Reiten in der Reitschule begann, hätte ich ich nie geahnt, dass ich mich einmal auf den Weg begebe, auf dem ich heute bin.

Die meiste Zeit meiner Jugend verbrachte ich in verschiedenen Reitställen. Dabei lernte ich, wie man Pferde ausbildet, in gewisse Formen bringt und vor allem: Dass sie zu funktionieren haben. Das wurde mir allerdings erst viel später bewusst.

Als ich mit etwa 13 Jahren von der Reitschule zu einem privaten Reithof wechselte lernte ich, dass es noch andere Möglichkeiten gab Pferde auszubilden als mit den Methoden, die in der Reitschule angewandt wurden. Und so kam ich zum Natural Horsemanship, las Bücher von Klaus-Ferdinand Hempfling und beschäftigte mich intensiv mit dem Parelli Natural Horsemanship. Kurz darauf bekam ich mein erstes eigenes Pferd. Mit dieser Stute verband ich das klassische Reiten mit dem Natural Horsemanship, ritt Turniere und machte Reitabzeichen, doch viele Fragen blieben mir unbeantwortet und ich hatte mehr und mehr das Gefühl, dass etwas fehlte.

Meine Stute war ein sehr sicheres Pferd, doch heute weiß ich, dass ich ihr oft nicht zugehört und sie für meine Zwecke benutzt habe. Wir hatten eine Beziehung, doch im Großen und Ganzen funktionierte sie einfach.  Ich liebte sie, doch ich sah sie nur aus meiner eigenen Perspektive. Ich machte mir keine Gedanken, was sie wohl denken würde. Auch das wurde mir erst im Nachhinein überhaupt bewusst.

2006 sollte sich mit Nero alles verändern.

Nero brachte mich immer wieder an meine Grenzen. Er zeigte mir ganz klar, dass er nicht funktionieren würde. Herkömmliche Ausbildungsmethoden funktionierten nicht, er sträubte sich mal mehr oder weniger und wir fanden einfach keinen richtigen Draht zueinander. Er funktionierte eben nicht. Also machte ich mich auf und suchte nach alternativen Möglichkeiten. Zwischendurch machte ich noch eine Ausbildung zur Pferdewirtin und machte mich 2012 dann als mobile Trainerin hauptberuflich selbstständig.

2013 fand ich dann auch meinen Weg zur akademischen Reitkunst, nahm in den folgenden Jahren Unterricht und besuchte Kurse bei einer lizensierten Bent Branderup Trainerin. Endlich fand ich erste zufriedenstellende Antworten auf all die Fragen, die ich mir all die Jahre gestellt hatte. Dachte ich zumindest. Doch Nero zeigte mir deutlich, dass es das noch nicht war, was ich suchte. Er sträubte sich gegen den Kappzaum und zeigte deutlich, dass ihm dieser recht kontrollierte Weg nicht gefiel.

Und so ging meine Reise weiter. Ich las die Bücher von Maksida Vogt, Mark Rashid und Sabine Birmann, besuchte Kurse bei ihr und merkte, ich komme der Sache näher. Immer mehr arbeitete ich auf eine sehr friedliche und zwangfreie Art und Weise frei mit meinen Pferden.

Ja, mittlerweile war Linus dazugekommen. Linus kam als sehr unsicheres Pferd in mein Leben, skeptisch und im Herzen wild und frei. Durch meine Art der Freiarbeit fand ich einen Zugang zu ihm und er lernte, dass Menschen durchaus sehr gute Wesen sein können. Dank ihm wurde mir klar, dass dieser der richtige Weg für mich ist und sich die Beziehung von Mensch und Pferd unglaublich verändert, wenn der Mensch aufhört sein Pferd zu kontrollieren, seine Erwartungen an das Pferd loslässt und es nicht zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse ausnutzt.

Ende 2016 startete das ich das Liberty Balance Training, um auch anderen Menschen diesen Zugang zu ihren Pferden zu ermöglichen. Seitdem ist dieses Training gewachsen und es ist ergreifend, wie viele positive Veränderungen die Onlinekurs- und Coachingteilnehmer durch diese Art des Trainings mit ihren Pferden innerhalb kürzester Zeit geschenkt bekommen.

Anfang 2018 änderte ich den Namen in HeartHorseJourney (Herzenspferdreise). Die beste Beschreibung für die "Reise", auf der ich dich begleiten möchte. Dieser Weg, frei von Training, gezielter Konditionierung, Zwang und Leistungsdruck ist für mich der Weg, den ich immer gesucht habe. Seit ich mich ganz bewusst dagegen entschieden habe, Techniken und Methoden anzuwenden und stattdessen auf Augenhöhe mit meinen Pferden zu kommunizieren, habe ich mich unheimlich weiterentwickeln können. Das Verhalten meiner Pferde zeigte mir meine inneren Themen und so hatte ich die Möglichkeit, unheimlich zu wachsen. Durch diese Veränderung in mir hat sich das Verhalten meiner Pferde ebenfalls verändert. Denn Pferde spiegeln uns. Dieser Weg ist schwerer als die anderen Wege, die ich bisher gegangen bin. Aber es ist der Weg, den ich immer gesucht habe. Ich habe die Verbindung zu meinen Pferden, die ich mir gewünscht habe. Und dir möchte ich dabei helfen, dasselbe zu erreichen.

Für die Zukunft habe ich viel geplant. Und ich lade dich dazu ein, ein Teil dieser Zukunft zu sein.

Pferdemenschen, deren Arbeit und Umgang mit Pferden mich inspiriert:

Klaus Ferdinand Hempfling

Alexandra König (Chi Horsing)